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Trotz Niedrigzinsen wird in Deutschland weiter eifrig gespart

Mittwoch den 29.10.2014

Weltspartag 2014 - Logo

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Die Zinsen sind niedrig, die Möglichkeiten bei sicheren Geldanlagen begrenzt. Dennoch sparen die Deutschen trotz gesunkener Sparneigung, als wäre der Titel des Sparweltmeister etwas, was es wirklich zu gewinnen gäbe. Laut einer aktuellen forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt zeigt sich, dass auch im Jahr 2014 mehr als ¾ der Bundesbürger regelmäßig Sparen. Ungeachtet der niedrigen Zinsen, ungeachtet dessen, dass manche Banken und Sparkassen längst nicht einmal mehr Minizinsen zahlen für die Ersparnisse ihrer Kunden, sondern diese sogar mit einer fehlenden Verzinsung abgespeist werden.

Wofür die Bundesbürger sparen

Insgesamt sparen 78 Prozent der Deutschen und legen damit nach Abzug der Lebenshaltungskosten Geld zurück. Für ein finanzielles Polster für Notfälle legen dabei laut Cosmos Direkt 60 Prozent Geld auf die hohe Kante. Für größere Anschaffungen und Ausgaben sparen 47 Prozent der Bundesbürger, die sich Ersparnisse schaffen. 39 Prozent der für die Studie befragten Sparer gaben an, Geld für die Altersvorsorge zurückzulegen. Mehrfachnennungen waren dabei möglich.

78 Prozent der Deutschen sparen

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Welche Möglichkeiten der Privaten Altersvorsorge genutzt werden

Es gibt zahlreiche verschiedene Möglichkeiten, Geld für die Private Altersvorsorge zurückzulegen. Dies sieht man auch am Ergebnis der Cosmos Direkt-Studie, die im Rahmen des Weltspartag 2014 erstellt wurde.

  • Insgesamt nutzen das eigene Haus oder die eigene Wohnung 54 Prozent der Befragten als private Vorsorge für das Alter.
  • Beim Sparplan und Sparbuch sind dies 49 Prozent, und damit fast die Hälfte der Bundesbürger.
  • Eine Lebensversicherung zur Altersvorsorge haben 45 Prozent,
  • eine betriebliche Altersvorsorge immerhin 40 Prozent.
  • Einen Vertrag über eine Riester Rente oder Rürup Rente (Basisrente) halten nur 27 Prozent und damit nur gut jeder Vierte.

Der gleiche Prozentanteil der Befragten investiert für seine Private Altersvorsorge in Aktien und Fonds. Damit ist dieser Bereich nach wie vor im Hintertreffen, wenn es um die Geldanlage privater Haushalte geht. Überhaupt keine Private Altersvorsorge betreiben neun Prozent der Befragten. Hierbei ist zu beachten, dass auch bei dieser Frage Mehrfachnennungen möglich waren und die Antworten zusammengenommen deshalb die 100 Prozent überstiegen.

Welche Altersvorsorge

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Risiko oder Sicherheit – wie sparen die Bundesbürger?

Nach wie vor ist das Risiko in der Geldanlage sehr unbeliebt in Deutschland. Dies zeigt auch die Cosmos Direkt-Studie, die von forsa durchgeführt wurde. Gern ein Risiko gehen beim Anlegen nur 28 Prozent ein, 71 Prozent der Befragten wollen indes beim Sparen kein Risiko eingehen. Zwei Prozent beantworteten die Frage nach dem Risiko beim Anlegen mit einem „weiß nicht“.

Die Bundesbürger sind damit in den Zeiten niedriger Zinsen weiter risikoscheu und nehmen lieber niedrige bis sehr niedrige Zinsen in Kauf, denn sich nach Anlageformen umzusehen, bei denen eine tatsächliche Rendite, aber eben nur verbunden mit einem Risiko, möglich ist.

Zinsgarantie oder höhere Zinsen, was Priorität hat für die Sparer

Niedrigere Zinsen aber dafür mit einer Garantie versehen? Oder eine möglicherweise höhere Verzinsung, dafür aber ohne Zinsgarantie? Für was entscheiden sich die Bundesbürger in Sachen Private Altersvorsorge im Jahr 2014? Die Antwort, welche die Studie von Cosmos Direkt gefunden hat, ist deutlich: 87 Prozent der Bundesbürger würden sich für eine niedrigere Verzinsung entscheiden, wenn diese garantiert wäre. Sieben Prozent würden hingegen eine unter Umständen höhere Verzinsung aber ohne Garantie in Kauf nehmen. Sechs Prozent der Befragten antworteten mit „weiß nicht“.

Interessant dürfte dieser Teil der Studie vor allem für die Lebensversicherer sein, welche immer mehr Produkte ohne Garantiezins anbieten. Diese scheinen, so wird es zumindest durch die Cosmos Direkt-Studie deutlich, nahezu gänzlich an den Wünschen der deutschen Sparer vorbei zu gehen.

Alternativen zu sicheren Spareinlagen und niedrigen Zinsen?

78 Prozent der Deutschen sparen. Damit ist klar: Für die Bundesbürger ist der Aufbau von Ersparnissen aus den unterschiedlichsten Gründen wichtig. Selbst in einer Zeit, in der die Zinsen zum Teil nur noch Minizinsen sind, wenn eine Spareinlage sicher ist. Doch gibt es überhaupt Alternativen zu sicheren Spareinlagen und niedrigen Zinsen?

Ja, es gibt sie und nicht gerade selten. Egal ob die Anlage in Aktien und Fonds, in binäre Optionen oder in andere Anlageformen stattfindet: Entscheidend ist dabei immer das Risiko, das in Kauf genommen werden muss und das je nach Anlageart unterschiedlich hoch ist bzw. sein kann.

Wer das Risiko hingegen scheut, der muss im laufenden Jahr und wohl auch in 2015 damit leben, dass er nur noch niedrige bis sehr niedrige Zinsen für seine Ersparnisse erhält. Ob dies wirklich Sinn macht, steht auf einem anderen Blatt, letztlich ist dies die Entscheidung der Sparer selbst.

Tagesgeldzinsen – Statistische Erhebung im Monatsvergleich


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