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Die polnische Alior Bank wirbt deutsche Sparer

Mittwoch den 27.08.2014
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© Alior Bank

Auf heute hat eine neue Bank den deutschen Markt betreten, die Alior Bank. Die polnische Bank bietet Festgeldkonten mit drei verschiedenen Laufzeiten an. Binnen kurzer Zeit nach dem Markteintritt der Sberbank Direct und ihrem Tagesgeld will damit die nächste ausländische Bank an das Geld der deutschen Sparer.

Das im Ausland sehr beliebte Volk der Sparer

In Deutschland wird gespart. Trotz aller Konsumfreude legen die Bundesbürger reichlich Geld beiseite, immer mehr auch auf Konten ausländischer Banken. Dies hat einen einfachen Grund: Banken im Ausland, egal ob

  • in Österreich,
  • den Niederlanden oder nun
  • Polen,

bieten oftmals deutlich höhere Zinsen als die Banken im Inland.

Gerade in den Zeiten von Minizinsen, die Sparer bei den meisten Banken hierzulande erhalten, blicken wieder mehr Deutsche über die Grenze in andere Nachbarstaaten. Die hohen Zinsen locken, über die Stabilität der Einlagensicherung und der Banken selbst wird dabei oft nicht nachgedacht.

Alior Bank lockt mit guten Zinsen

Die polnische Bank stürmt zwar nicht, wie so manch andere, neu auf dem deutschen Markt aktive Bank in den vergangenen Jahren, von null auf eins im Festgeldvergleich. Doch die Zinsen, welche die Alior Bank zahlt, dürften für den einen oder anderen verlockend sein, bietet die Bank doch für das

  • einjährige Festgeld 1,6, Prozent p.a.,
  • für das zweijährige Festgeldkonto 1,80 Prozent p.a. und
  • für das dreijährige Festgeld 2,10 Prozent p.a.

Dies sind Zinssätze, die sich durchaus sehen lassen können, selbst wenn sie im aktuellen Vergleich nicht ganz oben stehen. Der Alior Bank kann man damit nicht direkt nachsagen, sie würde hier auf den Markt streben, um die Spareinlagen der Bundesbürger einzusammeln, ohne Rücksicht auf Verluste. Wie es einst die isländische Kaupthing mit ihrer deutschen Niederlassung Kaupthing-Edge gemacht hat.

Wichtig: Welche Einlagensicherung ist zuständig

Für die Frage nach einer möglichen Anlage im Ausland sollte nicht nur auf die Höhe der Zinsen geachtet werden, sondern die Höhe der Einlagensicherung und die Zuständigkeit für die Sicherheit der Einlagen sollte an erster Stelle stehen.

Dabei ist für die Höhe der Einlagensicherung entscheidend, in welchem Land die jeweilige Bank zugelassen ist. Die ING-DiBa beispielsweise hat ihre Mutterbank in den Niederlanden, die deutsche Direktbank ist jedoch hier in Deutschland als eigenhändiges Geldinstitut zugelassen, weshalb für die Einlagen bei dieser Bank die deutsche Einlagensicherung gilt. Zudem sind die Einlagen bei der ING-DiBa über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken abgesichert, was eine zusätzliche Sicherheit der angelegten Gelder bedeutet. Zumindest auf dem Papier.

Die Wurzeln der Sberbank Direct hingegen, die seit kurzem ein gut verzinstes Tagesgeldkonto in Deutschland anbietet, liegen in Russland. Die europäische Tochter der russischen Mutterbank agiert von Österreich aus und ist wie die Sberbank Direct dort als Bank angemeldet, weshalb für beide Banken die österreichische Einlagensicherung zuständig ist.

Für die Alior Bank ist die polnische Einlagensicherung zuständig. Gemäß der Vorgaben der Europäischen Union, deren Mitglied Polen ist, gilt die Gesetzliche Einlagensicherung im Land bis zu einer Summe von 100.000 Euro je Kunde. In der gleichen Höhe wie die Gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland. Darüber hinaus sollten Anlagen nicht getätigt werden, was bei der Alior Bank schon aufgrund der maximalen Anlagesumme hinfällig ist. Diese liegt bei 100.000 Euro und damit exakt auf der EU-weiten Sicherungsgrenze für Spareinlagen und Sichteinlagen.

Bei Anlage in Fremdwährungen an mögliche Verluste denken!

Während die Gesetzliche Einlagensicherung in der gesamten EU von Rechtes wegen festgelegt ist, sollte ein anderer Punkt eine nicht minder wichtige Rolle spielen. Polen ist zwar Mitglied in der Europäischen Union aber nicht Mitglied der Euro-Zone. Anlagen bei der polnischen Alior Bank stellen damit eine Anlage in Fremdwährungen dar! Diese sind in diesem Fall, aufgrund der Einlagensicherheit nicht sonderlich heikel, dafür aber in Sachen Umrechnungskurs.

Das bedeutet: Überweist man das Geld in Euro an die kontoführende Bank, wird dieses in die Heimatwährung Zloty umgerechnet. Dies kann im besten Fall neben den guten Zinsen bei einem guten Umrechnungskurs (= Zlotykurs ist bei der Auszahlung des Festgeldes nach der Laufzeit höher als bei der Einzahlung des Festgeldes) sogar einen zusätzlichen Gewinn bringen. Im schlechtesten Fall (= Zlotykurs ist bei der Auszahlung des Festgeldes nach der Laufzeit niedriger als bei der Einzahlung des Festgeldes) kann dies jedoch einen Verlust der Rendite bedeuten.

Der große Vorteil der Alior Bank Festgeldkonten

Festgelder können je nach Bank meist gar nicht vorzeitig gekündigt werden. Bei der Alior Bank ist dies anders: Kunden, die ein Festgeldkonto bei der polnischen Bank führen, können jederzeit kündigen und dies unabhängig von der Laufzeit des Festgeldes.

Dies geht ohne jede Angabe von Gründen sowie ohne anfallende Gebühren. Dies ist auf dem hiesigen Markt eine Ausnahmeerscheinung, die bemerkenswert ist. Bei einer Kündigung vor Ablauf der Festgeldlaufzeit erhält der Sparer seinen bei der Alior Bank angelegten Betrag nach eigenen Angaben der Bank sofort zurück.

Beim Festgeld mit 24 Monaten Laufzeit gibt es bei einer vorzeitigen Kündigung des Kontos

  • nach mehr als 180 Tagen eine Verzinsung von 0,50 Prozent p.a. und damit mehr als bei so manchem Tagesgeldkonto bei deutschen Banken und Sparkassen.
  • Bei einem Festgeldkonto mit 36 Monaten Laufzeit gibt es bei einer vorzeitigen Kündigung des Kontos nach mehr als 365 Tagen sogar eine Verzinsung von 1,00 Prozent p.a.

Ausländische Banken in der EU und außerhalb der EU

Bei der Anlage bei Banken im Ausland sollte der erste Gedanke der sein: Liegt dieses Land innerhalb der Europäischen Union und hat damit die EU-weite Absicherung per Gesetz? Oder liegt das Land außerhalb der EU und hat damit ganz andere Vorgaben bei der Einlagensicherheit und möglicherweise gar keine Gesetzliche Einlagensicherung? Das Risiko kann dann mitunter viel zu hoch sein, um es hinnehmen zu wollen. Selbst wenn die Zinsen, die angeboten werden, auf einem hohen Niveau sind.

Da hierzu auch noch das Risiko der Anlage in Fremdwährungen getragen werden muss, lohnt sich eine Anlage außerhalb der EU mitunter eher nicht, außerhalb der Euro-Zone teilweise schon.

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