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Festgeldzinsen berechnen


Tagesgeldzinsen berechnen


Altersvorsorge: Privatanleger zwischen heißlaufenden Märkten und niedrigen Zinsen

Mittwoch den 27.01.2010

Gegen die niedrigen Zinsen aufs Tagesgeld hilft immerhin schon einmal, sich vor Augen zu halten, dass aufgrund der immer noch niedrigen Inflationsrate die realen Zinsen ebenso hoch sind wie vor zwei Jahren zu den Zeiten auf dem Papier beeindruckenderer Zinssätze. Solange der Anleger die Konditionen verglichen hat und sich für ein konkurrenzfähiges Angebot entschieden hat, steht er immer noch ganz gut da: 2009 betrug die Inflationsrate nur 0,4 Prozent, so wenig wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Das Tagesgeld bietet auch den über die nackte Verzinsung hinausgehenden Vorteil, auf steigende Sätze sofort reagieren zu können. Wer jetzt in Festgeld anlegt, gibt seine Flexibilität auf und gewinnt dabei nur wenig an Verzinsung hinzu. Da die Zinsen, so Experten, ab Mitte des Jahres schon wieder anziehen dürften, lohnt es sich also nicht, sich jetzt zu binden. Zu diesem Schluss kommen auch die Tester der Zeitschrift Finanztest in der aktuellen Ausgabe.

Alternativen gibt es wenige. Sichere Staatsanleihen bringen auch nicht mehr Verzinsung als das Tagesgeld, und die Aktienmärkte sind, trotz des Absturzes letzte Woche, immer noch relativ hoch bewertet. Für dieses Jahr erwarten Analysten auch einige Horrorszenarien wie z.B. protektionistische Handelskriege, eine japanische Staatspleite oder das Platzen einer „China-Blase“, die Anleger, die zu den aktuellen Preisen in den Aktienmarkt einsteigen, ganz schnell tief in die roten Zahlen drücken können.

Auch die hohen Schulden der Staaten drücken auf die Wachstumsaussichten und damit auf den Markt: Die Haushalte müssen saniert, Zinsen gezahlt werden. Das bedeutet Einsparungen und Steuererhöhungen und damit schwächeren Konsum und niedriges Wachstum.

Auch Gold ist hoch bewertet, und die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall kommt inzwischen zu einem größeren Teil von Anlegern als vom bisherigen Hauptabnehmer Schmuckindustrie, was, so der Branchendienst GFMS, seit 30 Jahren nicht mehr der Fall war. Die durch die steigenden Preise ausgelöste Euphorie lockt weitere Anleger an, was die Preise weiter steigen lässt – möglicherweise ein Alarmzeichen.

Denn: so können psychologische Faktoren, die diese Nachfrage drücken, den Preis schnell wieder auf Talfahrt befördern können. Der rechtzeitige Ausstieg gelingt nicht immer, weil oft die Hoffnung, die Kurse könnten sich wieder erholen, die Anleger den Verkauf so lange hinauszögern lässt, bis die Verluste so groß sind, dass der Verkauf zu schmerzhaft wird. Dann bleibt nur noch warten auf die Erholung, und das kann dauern.

Redaktion (27.01.2010)


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