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Altersvorsorge überwindet Finanzkrise

Montag den 11.10.2010

Schon seit Anfang der 70er Jahre übersteigt die Zahl der Todesfälle in Deutschland die Zahl der Geburten. Inzwischen ist ein Fünftel der Deutschen im Rentenalter, mit steigender Tendenz. Deutschland ist derzeit eine der am schnellsten alternden Gesellschaften der Welt. Eine große Mehrheit der Deutschen geht daher auch völlig korrekt davon aus, dass eher mit sinkenden Renten zu rechnen ist. Die Hälfte aller Deutschen haben außerdem Angst, im Alter schwer zu erkranken oder zum Pflegefall zu werden. Auf Hilfe von Verwandten können sich dann nicht nur kinderlos gebliebene Deutsche nicht verlassen.

Für das Dilemma bieten sich unterschiedliche Lösungen an. Etwa die Hälfte der Berufsanfänger möchte über das bisher geltende Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten. Angenehmer ist natürlich, dies nicht tun zu müssen, sondern in der Entscheidung eine gewisse Unabhängigkeit zu haben. Um dies zu erreichen, ist eine private Altersvorsorge der beste Weg. Je früher damit begonnen wird, desto eher ist durch den Zinseszinseffekt eine Größe des finanziellen Polsters erreicht, auf der sich niedergelassen werden kann. Besonders für Frauen, die statistisch gesehen immer noch fünf Jahre älter werden als Männer, ist die private Vorsorge unerläßlich. Auch vor Eintritt des Rentenalters trägt ein zur Risikostreuung auf mehrere Anlagetypen aufgeteiltes finanzielles Polster zum ruhigen Schlaf bei.

Auswirkungen der Finanzkrise überwunden

Unter diesen Umständen fatal: Ein Fünftel aller Arbeitnehmer musste einer Umfrage zufolge aufgrund der weltweiten Finanzkrise ihre Sparraten kürzen oder sogar ihre Vorsorgeverträge kündigen. Auch die durchschnittlichen Sparraten sind gesunken. Und: Besonders junge Deutsche und Bewohner der neuen Bundesländer haben die Tendenz, sich für Altersvorsorge weniger zu interessieren. Sie haben keine Lust oder nicht das Geld, um privat vorzusorgen. Nun scheint aber wieder Licht am Ende des Tunnels in Sicht zu kommen. Im Vergleich zu vor einem Jahr blicken die Deutschen schon wieder deutlich optimistischer in ihre finanzielle Zukunft, anders als ihre europäischen Nachbarn. Die in Deutschland überdurchschnittlich kräftig ausfallende wirtschaftliche Erholung und die sinkenden Arbeitslosenzahlen dürften hierzu maßgeblich beigetragen haben. Viele Experten rechnen nun auch mit deutlich steigenden Löhnen, was den Haushalten für die Altersvorsorge mehr Mittel zur Verfügung stellen würde.

Bei der Anlagestrategie legen die Deutschen vor allem Wert auf Sicherheit, Rendite kommt nur für eine kleine Minderheit an erster Stelle. Fonds, Lebensversicherungen, Festgeld und Sparbriefe sowie eigene Immobilien gehören zu den häufigsten Anlageklassen, auf dem Tagesgeldkonto liegt die Notfallreserve oder Geld, das kurzfristig geparkt werden muss.

Redaktion (11.10.2010)


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