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Wie hohe Risiken verstecken sich noch im Bankensystem?

Montag den 24.08.2009

Der durchschnittliche Zinssatz für einen Dispokredit, so die Stiftung Warentest, beträgt derzeit immer noch 11,6 Prozent. Im Oktober 2008 lag der Schnitt noch bei 12,2 Prozent, ist also relativ stabil geblieben. Dagegen sinken die Zinsen auf die Einlagen der Kunden derzeit Monat für Monat, und der Leitzins der EZB ist im selben Zeitraum um über drei Prozent zurückgegangen. Dies ist nach Ansicht von Experten symptomatisch für die nach wie vor herrschende Unsicherheit der Banken und gleichzeitig Grund für die wachstumshemmende Kreditklemme.

Die Institute legen in Anbetracht der immer noch in vielen Bilanzen vorhandenen Risiken das billige Geld lieber sicher an, als es in Form von Krediten abzugeben, und versuchen sich gleichzeitig über Gebühren und eben die stetig wachsende Differenz zwischen Einlagen- und Kreditzinsen auf Kosten der Kunden zu sanieren. In den USA sind im laufenden Geschäftsjahr bereits 77 meist kleinere und mittlere Banken untergegangen oder unter die Obhut des Staates geflüchtet, während die größeren Institute durch den Staat gestützt werden. Auch die Banken in Deutschland sind nach Ansicht von Axel Weber, dem Präsidenten der Bundesbank, noch nicht über den Berg.

Eine Untersuchung der Schweizer „Bank für internationalen Zahlungsausgleich“ kam hingegen zu dem Schluss, dass die Risiken im Bankensystem im Sinken begriffen seien. Die Preise, die die Banken untereinander für Kreditversicherungen (Credit Default Swaps) verlangten, seien im Sinken begriffen, die Risiken würden also als abnehmend wahrgenommen. Der Super-GAU im Bankensystem sei erfolgreich abgewendet worden, problematisch seien jetzt noch Wettbewerbsverzerrungen durch die massive staatliche Subventionierung von Banken.

Redaktion (24.08.2009)


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