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Finanzkrise: Für Verbraucher noch nicht ausgestanden

Montag den 8.02.2010

Trotz der anhaltenden weltweiten Wirtschaftserholung leiden die Privathaushalte in Deutschland nicht weniger, sondern stärker unter den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise. Wie die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelte, dürfte sich der Anteil der Betroffenen dieses Jahr von 23 auf 27 Prozent. Das bedeutet, dass zusätzliche 1,5 Millionen Bundesbürger wegen Arbeitslosigkeit oder Angst um den Arbeitsplatz ihren Lebensstil einschränken und statt dessen Ausgaben reduzieren werden.

Dadurch wird der für die Konjunktur wichtige Privatkonsum dieses Jahr wohl stagnieren, nachdem er 2009 noch ein kleines Wachstum von knapp 0,5 Prozent geschafft hatte. Mit 1,5 Billionen Euro bestreitet der private Konsum rund 60 % der deutschen Volkswirtschaft. Da neben den direkt Betroffenen auch noch ein weiteres gutes Viertel der Bevölkerung „krisengefährdet“ ist, ist nun nur noch weniger als die Hälfte (46 Prozent) der Deutschen durch einen sicheren Arbeitsplatz oder eine ausreichende Rente vor dem wirtschaftlichen Abstieg relativ sicher.

Rückzug ins Bodenständige

Die Betroffenen legen verstärkt, soweit ihnen das möglich ist, Rücklagen für schlechte Zeiten an, wobei auf Bodenständigkeit und Transparenz Wert gelegt wird. Anlagen wie Immobilien – besonders attraktiv finanzierbar dank der niedrigen Zinssätze –, Lebensversicherungen und Bargeld auf Tagesgeldkonten sind immer noch deutlich beliebter sind als Aktien und Fonds, woran auch der jüngste Absturz des DAX nichts ändern dürfte. Unter der Angst und dem Spartrieb der Deutschen leidet besonders das Gaststättengewerbe, wohingegen alles, was das Zuhause als Rückzugsort gemütlicher macht sich besser verkauft.

Baumärkte und Anbieter von Unterhaltungselektronik konnten sich über steigende Umsätze freuen. Die GfK rechnet damit, dass diese Entwicklung sich fortsetzen wird. Je länger das so bleibt, desto nachhaltiger dürfte der resultierende Einstellungswandel bleiben: Die Experten der GfK rechnen damit, dass die Deutschen in Zukunft beim Einkaufen stärker auf Klasse statt Masse setzen und weniger geldintensive Zeitvertreibe ihre Beliebtheit auch bei wieder steigenden Einkommen werden halten können. Gediegene Qualitätsprodukte würden dann voraussichtlich kurzlebigen Trendartikeln vorgezogen.

Redaktion (08.02.2010)


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