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Mehr vom Gewohnten an der Finanzfront

Montag den 28.06.2010

ie Sorgen um die angeschlagenen Euro-Länder Spanien und Griechenland gehen in eine weitere Runde. Nach der Abwertung der Kreditwürdigkeit Griechenlands stieg der Risikoaufschlag auf griechische Staatsanleihen wieder an, befördert von Misstrauen, ob die Sparvorhaben der Regierung auch tatsächlich so durchgesetzt werden können. Die spanische Regierung verbreitet währenddessen demonstrativ Zuversicht, um das Vertrauen der Anleger nicht ebenfalls zu verlieren. EU-Gelder würden nicht benötigt, die Refinanzierung fällig werdender Anleihen sei kein Problem. Mit einem Sparpaket und Reformen, die die Wettbewerbsfähigkeit des Landes steigern und damit Millionen neue Arbeitsplätze im Beschäftigungsschlusslichtland Spanien schaffen sollen, will die Regierung dafür sorgen, dass das auch so bleibt.

Gegen die spürbaren Schnitte z.B. beim Kündigungsschutz regt sich aber Widerstand, die Gewerkschaften drohen bereits mit Generalstreik. Erinnerungen an die Krawalle in Griechenland drängen sich auf. Auch in Deutschland wird gespart, und weitere Einschnitte dürften noch bevorstehen, auch wenn die jüngsten Zahlen dank der Konjunkturerholung mit einer etwas geringeren Schuldenaufnahme als bisher befürchtet rechnen. Aufgrund der immer dramatischer voranschreitenden Alterung der deutschen Bevölkerung stehen z.B. bei den Renten wohl steigende Beiträge bei sinkenden Leistungen bevor. Umso wichtiger wird es da, die eigene Vorsorge durch Sparen, Eigenheim nicht zu vernachlässigen und sich nicht auf den klammen Vater Staat zu verlassen.

Sorgen nicht nur in den Ministerien

Die Lage in Griechenland und Spanien, und die Situation der Eurozone insgesamt, ist jedenfalls nicht besonders gut. Das löst in der Bevölkerung Verunsicherung aus. Vor allem vor Inflation hat eine Mehrheit Angst, auch wenn die Experten diese Sorge derzeit nicht teilen. Die Angst ist aber auch bei den Laien zwar allgegenwärtig, scheint aber eher unterschwellig als akut zu sein. Nur wenige Deutsche reagieren tatsächlich mit einer Umschichtung ihrer Anlagen. Dabei sind Bargeldanlagen, die bei Inflation gefährdet wären, bei den in Gelddingen eher konservativen Deutschen nach wie vor beliebt. Bei Jugendlichen ist es das Sparbuch, bei Älteren das Festgeld- oder Tagesgeld: einfache und, dank der immer großzügigeren Regelungen zur Einlagensicherung, sichere Anlagen sind Trumpf. Ein Drittel des Vermögens der Deutschen ist auf diese Weise angelegt.

Möglicherweise hängt das auch mit dem immer wieder dokumentierten Widerwillen der Anleger zusammen, für Finanzberatung Honorare zu bezahlen: Den Vergleich der Tagesgeldzinsen aller Anbieter von der altehrwürdigen Filialbank bis hin zur jungen Direktbank kann jeder Anleger gratis selbst online vornehmen. Und auch die schwierige Qualitätskontrolle der erhaltenen Informationen kann sich der Anleger sparen. Da braucht man auch nicht den von Verbraucherschutzministerin Aigner geforderten „Beipackzettel“, der noch an einigen Kinderkrankheiten leidet. Bis sich jedenfalls herausstellt, ob die Ängste der Verbraucher sich bewahrheiten, und in welcher Form das Unheil zuschlägt, falls es kommt, wird wohl noch einige Zeit ins Land gehen.

Redaktion (28.06.2010)


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