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EZB erhöht Leitzinssatz

Montag den 11.04.2011

Für Deutschland ist angesichts der wirtschaftlichen und demografischen Entwicklung mit sinkenden Arbeitnehmer- und Arbeitslosenzahlen eine positive Lohnentwicklung zu erwarten, was das Inflationsrisiko weiter steigern würde. Allein im ersten Quartal 2011 stieg die Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung zuletzt (DIW) mitteilte. Baubranche und Industrie sorgten für Wachstum. Das DIW will seine Wachstumsprognose von bisher 2,2 Prozent nun nach oben korrigieren.

Einige Experten rechnen in absehbarer Zeit mit Vollbeschäftigung, was den bereits bestehenden Fachkräftemangel in einigen Branchen verschärfen würde. Die Anhebung des Leitzinses der Europäischen Zentralbank EZB soll nun die Inflation einschränken und macht dadurch sowie über höhere Zinssätze Produkte wie Fest- und Tagesgeld wieder attraktiver, bei denen nach Abzug der Inflation zuletzt schmerzlich wenig Netto übrig blieb. Aber andererseits werden auch Ratenkredite und Baugeld tendenziell teurer.

Zinsausblick für Verbraucher

Je nachdem, wie man gerade persönlich aufgestellt ist, also gute, schlechte oder gemischte Nachrichten. In der Vergangenheit reagierten die Banken meist zuerst bei den Kreditzinsen und erst mit Verzögerung bei den Guthabenzinsen. Auch bei den von Verbraucherschützern ohnehin oft als hoch kritisierten Dispozinsen wird es schnell raufgehen. Dies dürfte nicht der letzte Zinsschritt gewesen sein. Bis Jahresende, erwarten viele, dürfte der Leitzins auf zwei Prozent gestiegen sein, auch wenn die EZB selbst sich noch nicht festlegen wollte.

Verglichen mit den anderen wichtigen Banken ist die EZB früh dran. Die Bank of England beispielsweise denkt trotz einer Inflationsrate von über vier Prozent derzeit noch nicht an eine Zinserhöhung, auch die Amerikaner planen keine Bewegung bei den Zinsen. Wenn die EZB ihr Inflationsziel von etwa zwei Prozent einhalten will, wird sie jedenfalls wahrscheinlich weitere Schritte machen müssen. Zumindest die brummende deutsche Konjunktur dürfte dies auch verkraften.

Redaktion (11.04.2011)


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