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Deutsche Anleger: Schlecht informiert und schlecht gelaunt

Dienstag den 12.01.2010

Das Handelsblatt brachte letzte Woche einen umfangreichen Artikel über „gefährliche Irrtümer bei der Altersvorsorge“, der sich komplett mit Rürup- und Riesterrenten beschäftigte, zwei Fördermodellen, die immerhin als Eckpfeiler der staatlich unterstützten privaten Altersvorsorge gedacht sind. Auch beträchtliche Steuervorteile lassen sich viele Anleger aus Unwissenheit durch die Lappen gehen. Das Online-Magazin Fonds Professionell schlug mit der Überschrift „Die zehn größten Irrtümer über Fondspolicen“ in dieselbe Kerbe. Zusammengestellt worden war der Fonds Professionell-Artikel von einem Lebensversicherungsanbieter, was schlechte Erinnerungen an die Beratungsdebakel der Finanzkrise wachruft.

Schlecht informierte Anleger fühlen sich natürlich unsicher. Ein Barometer des Anlegervertrauens ist die von der Investmentbank JP Morgan Asset Management regelmäßig alle zwei Monate durchgeführte Investor-Confidence-Umfrage. Nicht weniger als 30 Prozent der Befragten traute sich z.B. keine Einschätzung der mit der Wirtschaftsentwicklung eng gekoppelten Entwicklung des deutschen Aktienindex DAX zu. In der aktuellen Umfrage ging auch der Anteil derer, die weitere Anlagen tätigen wollten, zurück. Sichere Anlagen wie Tagesgeld und die ebenfalls sicheren, aber weniger flexiblen Sparbücher lagen in der Gunst der Verbraucher vorne.

Anständige Beratung ist der erste Schritt aus der Misere. Die neuen Beratungsregeln, die in das Wertpapierhandelsgesetz aufgenommen wurden, und die Gerichtsurteile, die die Haftbarkeit der Berater für schlechte Beratung festschreiben, dürften sowohl die Praktiken der Branche zivilisieren als auch die Anleger beruhigen. Selbständiges Informieren der Anleger ist aber ebenso wichtig auf dem Weg aus dem Elend und hin zu mehr Selbstvertrauen. Der Anleger, der weiß, was er will, seine Rechte kennt, sich von Fachbegriffen nicht verwirren lässt und fehlendes Wissen – z.B. hier auf tagesgeld.de im Glossar – auf eigene Initiative nachschlägt, spart sich Scherereien, kann ruhiger schlafen und wird deutlich mehr aus seinem Geld machen.

Redaktion (12.01.2010)


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