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Festgeldzinsen berechnen


Tagesgeldzinsen berechnen


Trendwende an der Zinsfront?

Dienstag den 10.11.2009

Der weltwirtschaftliche Notfall ist vorbei, die Wachstumsraten steigen wieder. Um nun Inflation zu vermeiden, müssen die Notenbanker demnächst die Zinsen erhöhen. Die ersten Notenbanken heben die Leitzinsen schon wieder an. Vorerst allerdings sind es nur kleinere Staaten wie Israel, Norwegen und Australien.
Die großen Akteure EZB und Fed dürften noch bis Sommer 2010 abwarten. Bundesbankchef Weber kündigte aber schon an, dass die der Wirtschaft und den Finanzmärkten „verabreichten Medikamente“ schon bald wieder abgesetzt werden könnten. Das bedeutet: Zinserhöhungen nicht nur beim Tages-, sondern auch beim Festgeld kommen wieder in Sicht. Sparer, die jetzt Geldbeträge verfügbar bekommen, sollten sich also nicht voreilig für längere Zeit festlegen, sondern das Geld auf dem Tagesgeldkonto lassen, bis nächstes Jahr bessere Zinsen zu holen sind. Selbst wenn man bereit ist, sich auf zehn Jahre festzulegen, bekommt man derzeit höchstens vier Prozent Zinsen geboten. Die besten Zinssätze für täglich verfügbares Tagesgeld liegen bei über 2,5%. Da lohnt es sich, abzuwarten.
Wackeln die Börsen?
Am Aktienmarkt könnte es, anders als bei den Zinsen, erst einmal wieder abwärts anstatt aufwärts gehen. Bundesbankchef Weber bezeichnete am Rande einer Tagung der Notenbankchefs und Finanzminister der G20-Staaten die wirtschaftliche Erholung als weiterhin fragil. Die im Vergleich mit den Fundamentaldaten der Wirtschaft sehr starke Erholung der Aktienmärkte ist nicht zuletzt auch durch das viele billige Geld der Notenbanken zustandegekommen. Kleinanleger tendieren dazu, erst in den Markt einzusteigen, wenn eine lange Periode steigender Kurse ihnen das Gefühl gibt, es könne absolut nichts schief gehen.
Kleinanleger: Immer zu spät?
Dadurch geht es aber dann erst recht schief: so kaufen sie sich oft genug teuer am oder nahe dem Gipfel des Anstiegs ein und stehen dann bei der Talfahrt vor der Wahl, mit Verlust zu verkaufen oder lange warten zu müssen, nur um ihren Einsatz wieder herauszubekommen. Natürlich steigen die Kurse der meisten Aktien auch wieder an, aber die Rendite wird bei so einem schlecht gewählten Einstiegszeitpunkt natürlich nicht mehr begeistern können. Oft genug stellen sie dann fest, dass man mit Fest- oder Tagesgeld mehr verdient hätte. In der aktuellen Lage ist ein Einstieg in das Investment in Aktien risikoreich.
Redaktion (10.11.2009)


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