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Wirtschaftserholung: Quo vadis, Tagesgeld?

Dienstag den 2.02.2010

Mit dem beschleunigten Wachstum geht immer auch eine Überhitzungs- und Inflationsgefahr einher, die sich bereits in einigen Immoblilienmärkten, den Preisen für bestimmte Rohstoffe und Aktienkursen widerspiegelt. Dadurch wäre möglicherweise eine für Sparer erfreuliche Erhöhung der Leitzinsen durchaus absehbar. Australien hat hier schon den ersten Schritt gemacht, Indien könnte bald folgen.

Für Deutschland rechnet die Bundesregierung derzeit 2010 mit einem Wachstum von 1,4 %, einige Experten halten sogar 2 % für möglich. Aus der Industrie werden steigende Auftragseingänge bei weiterhin stabilen Arbeitslosenzahlen gemeldet. Die Sparquote soll weiter steigen, und dieses Geld muss irgendwo hin. Eine Zinserhöhung der für den Euro verantwortlichen Europäischen Zentralbank EZB scheint allerdings, anders als in Asien, weiterhin nicht in Sicht. Erst letzte Woche entschied sich auch die amerikanische Zentralbank, die Fed, abermals gegen eine Erhöhung ihres Zinssatzes. Immerhin fiel die Entscheidung dieses Mal nicht einstimmig aus, was als erster Hoffnungsschimmer verzeichnet werden kann.

Inflation bleibt niedrig, Realerträge bleiben hoch

Die Realerträge der besten Tagesgeldkonten befinden sich dank der niedrigen Inflationsrate im Euroraum nach wie vor auf demselben Stand wie zu der Hochphase vor zwei Jahren.

Dank ausgezeichneter Vergleichbarkeit der Konditionen der verschiedenen Anbieter und der Freiheit von undurchsichtigen Erfolgs- und Managementgebühren, die sich viele Fondsanbieter genehmigen, umgeht der Anleger viele Fallstricke. Angesichts der immer wieder desolaten Ergebnisse, die Bankberater in Tests erzielen, ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Wer Wert auf Sicherheit, Flexibilität und klare Verhältnisse bei der Anlage legt, ist demnach bei Zinsanlagen wie Tagesgeld nicht falsch.

Jetzt lieber nicht zu lange festlegen

Von Sparbriefen und Festgeld mit längeren Laufzeiten sollte man allerdings derzeit die Finger lassen, sonst könnte man sich in ein, zwei Jahren ärgern. Auch die Zeitschrift Finanztest rät in ihrer aktuellen Ausgabe davon ab: Der eher überschaubare Renditezugewinn ist den Verlust an Flexibilität nicht wert. Alleine vor Lockangeboten von Tagesgeldanbietern sollte man sich hüten, also vor Anbietern, die einen angepriesenen hohen Zins nur auf einen bestimmten Betrag, nur bei gleichzeitigem Depotwechsel oder sogar nur bei Abnahme anderer Produkte zahlen. Der klare Vorteil des Tagesgeldes ist jedoch, dass anders als bei vielen anderen Produkten diese Haken auf einen Blick aus den Geschäftsbedingungen zu entnehmen sind.

Einfach, sicher, flexibel: Auch ohne Leitzinserhöhung bleibt Tagesgeld weiter eine Anlage, die einen Blick wert ist.

Redaktion (02.02.2010)


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