Rücklagen für eventuelle Pflege bilden

Richtig planen für den Ernstfall

Pflege ist teuer

Frauen und Finanzen/Vorsorge und Versicherung: Rücklagen für eventuelle Pflege bilden

Zur Versorgung im Alter gehört auch die Frage nach einer privaten Lebensversicherung. Durch Krankheit, Unfall, aber vor allem die hohe Lebenserwartung wird schon heute jede dritte Frau im Alter pflegebedürftig. So sind bei den über 80-jährigen Frauen ungefähr ein Drittel pflegebedürftig, bei den 60 bis 80-jährigen hingegen nur 4%. Dieses Risiko steigt laut Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen mit zunehmendem Alter weiter an. Ein Pflegeplatz kostet bereits heute jeden Monat durchschnittlich 2.300 Euro. Die staatliche Pflegeversicherung übernimmt jedoch nur einen Teil der Kosten.

Arbeitskraft in Beruf und Haushalt absichern

Wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, ist ohne eine Absicherung nicht nur körperlich, sondern meist auch finanziell ruiniert. Neben den Erwerbstätigen sollen auch die Hausfrauen einen Berufsunfähigkeitsschutz haben. Die Arbeitskraft ist bares Geld wert. Denn wer versorgt Haushalt und Kinder, wenn die Hausfrau oder Haushälterin ausfällt? Mit dem Berufsunfähigkeitsschutz sind die Kosten für Raumpflege, Haushaltshilfe und Kinderbetreuung zumindest teilweise gedeckt.

Unfallrisiko ist preiswert versicherbar

Während der Freizeit, im Urlaub und im Haushalt ereignen sich die meisten Unfälle. Eine Unfallversicherung sorgt dafür, dass die finanziellen Folgen eines Unfalls abgefedert werden.

Frauen sind im Falle eines Unfalls besonders schlecht versorgt. Denn als Hausfrau, bei der Hausarbeit oder in der Freizeit besteht zu keiner Zeit Anspruch auf gesetzlichen Schutz. Nur wer im Angestelltenverhältnis steht, ist zumindest auf dem Weg zur Arbeit und am Arbeitsplatz durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt.

Rücklagen für Soforthilfe bilden

Wichtig ist die Bildung von finanziellen Rücklagen, um im Bedarfsfall sofort für erste Maßnahmen über finanzielle Mittel zu verfügen. Unerwartet auftretende Engpässe aus Steuerforderungen, teure Reparaturen an Kraftfahrzeugen oder vorübergehender Verlust des Arbeitsplatzes können mit solchen "Notgroschen" überbrückt und leichter bewältigt werden.

Die Ersparnisse sollten kurzfristig verfügbar sein, wie zum Beispiel auf Tagesgeldkonten. Girokonten und Sparbücher sind wegen ihrer niedrigen Verzinsung weniger geeignet. Die Zinsen sind dort meist unterhalb der Inflationsrate und unterliegen dadurch einem ständigen Verlust an Kaufkraft. Bei der Finanzplanung sollte, auch bei den Rücklagen, die Abgeltungssteuer eingeplant sein und die Anlage entsprechend optimiert werden.

Redaktion (24.11.08)