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Das beste Tagesgeld – welche Kriterien Sparer berücksichtigen sollten

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Eine attraktive Verzinsung allein garantiert noch kein optimales Tagesgeld. Wir sagen Ihnen, auf welche Kriterien Sparer bei der Auswahl eines Tagesgeldkontos achten sollten.

Inhaltsübersicht

Variable Verzinsung oder Zinsgarantie

Grundsätzlich werden Tagesgeldkonten variabel verzinst. Die Bank kann den Tagesgeld-Zinssatz bei variabel verzinsten Konten nach ihrem Ermessen täglich ändern. Zuweilen gewähren Banken aber auch Garantiezinsen für einen bestimmten Zeitraum (zumeist für Neukunden), wodurch sich die Planungssicherheit für den Bankkunden erhöht. Selbst Kontoinhaber, denen ein fester Zinssatz zugesagt wird, dürfen täglich über ihr Tagesgeld verfügen. Der für einen bestimmten Zeitraum gewährte Zinssatz setzt zuweilen eine bestimmte Mindesteinzahlung voraus. Die Zinsgarantie-Zeiträume reichen von einigen Monaten bis zu einem Jahr. Anschließend gilt der für Bestandskunden gezahlte Standardzinssatz.

Bonus-Aktionen für Neukunden und bei zusätzlichen Einzahlungen

Oft erhalten Neukunden für einen bestimmten Zeitraum Bonuszinsen, wenn sie bei einem Tagesgeld-Anbieter ein neues Tagesgeldkonto eröffnen. Gewöhnlich wird der erhöhte Zins nur für das erste bei einer Bank eröffnete Konto oder z. B. nur dann gewährt, wenn der Kunde zumindest in den letzten sechs Monaten kein Konto bei der betreffenden Bank geführt hat. Der anfänglich höhere Guthabenzins gilt für Neukunden beispielsweise für einen Vier-Monats-Zeitraum. Bestandskunden wird manchmal ebenfalls ein Bonuszins eingeräumt, falls sie einen zusätzlichen Betrag einzahlen. Insbesondere in Niedrigzinsphasen werden Bonuszinsen häufig nur bis zu einer festgelegten Einlagen-Obergrenze gewährt.

Beispiele für Bonus-Aktionen

  • Die Direktbank 1822direkt bietet Neukunden einen für den Zeitraum vom 25.9.2015 bis zum 1.2.2016 garantierten Tagesgeld-Vorzugszins von 1,00 % p. a. an (Standardzins für Bestandskunden: 0,5 %), wenn der Kontoeröffnungsantrag innerhalb dieser Zeitspanne bei der Bank eingeht. Ein Mindestbetrag wird nicht verlangt. Die Verzinsung gilt bis zu einer Einlagen-Obergrenze von 50.000 Euro. Wer als Neukunde z. B. 10.000 Euro zu Beginn des Aktionszeitraums anlegte, der erhält gegenüber einem Bestandskunden auf 35 Euro verdoppelte Tagesgeldzinsen.
  • Im Sommer 2015 führte eine niederländische Bank folgende Bonuszins-Aktion für Bestandskunden durch: Kunden, die auf ihr Tagesgeldkonto zwischen dem 16.6.2015 und dem 31.8.2015 mindestens 1.000 Euro einzahlten, erhielten einen Bonuszins auf den neu eingezahlten Betrag von 0,25 % p. a. (zusätzlich zu dem gewöhnlichen Jahreszinssatz von 1,05 %). Für eine Neueinzahlung von 10.000 Euro erhielt ein Bestandskunde für den Bonuszeitraum 26,72 Euro Zinsen (und damit einen Zinsbonus von 5,14 Euro).
  • Alternativ wird Neukunden zuweilen ein Einmalbetrag oder ein „Startguthaben“ (z. B. von 50 oder 75 Euro) unabhängig von der Höhe des Einzahlungsbetrags auf ihrem neu eröffneten Konto gutgeschrieben.

Maximaleinlage

Die Verzinsung von Tagesgeldguthaben gilt bei den meisten Banken nur bis zu einer bestimmten Höchstgrenze, die z. B. 50.000, 100.000 oder 250.000 Euro, aber auch schon einmal 45 Millionen Euro betragen kann. Guthaben über dieser Maximalgrenze werden zu einem niedrigeren Satz verzinst. Einige Banken nehmen eine weitere Betrags-Staffelung ihrer Tagesgeldzinsen vor (z. B. bis 100.000 Euro, bis 500.000 Euro und über 500.000 Euro).

Mindesteinlage

Einzelne Banken setzen bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos die Einzahlung eines Mindestbetrags voraus (z. B. 10.000 Euro).

Intervall der Zinsgutschriften

Bei unterjähriger Verzinsung (z. B. bei monatlicher oder vierteljährlicher Zinsgutschrift) entsteht ein Zinseszinseffekt, der die Rendite des Tagesgeldes erhöht. Einige Tagesgeldbanken nehmen die Zinsgutschrift einmal jährlich zum Ende eines Kalenderjahresvor. Je kürzer die Intervalle des Zinsgutschrift, desto stärker fällt der Zinseszinseffekt ins Gewicht.

Beispielrechnung: Vergleich des Zinseszinseffektes bei unterschiedlichen Tagesgeldzinsen1.) Anlagebetrag 10.000 Euro, Tagesgeldzinssatz 5 Prozent,
Tagesgeldguthaben:

  • nach einem Jahr bei einmaliger Zinszahlung……10.500,00 Euro
  • nach einem Jahr bei monatlicher Zinszahlung…..10.511,62 Euro

Der Vorteil durch Zinseszinseffekt beträgt 11,62 Euro.

2.) Anlagebetrag 10.000 Euro, Tagesgeldzinssatz 0,5 Prozent,
Tagesgeldguthaben:

  • nach einem Jahr bei jährlicher Zinszahlung………10.050,00
  • Euro nach einem Jahr bei monatlicher Zinszahlung……..10.050,12 Euro

Der Zinseszinseffekt ist also nur bei einem höheren Zinsniveau von größerer Bedeutung und fällt bei niedrigen Zinsen kaum ins Gewicht.

Lohnt sich „Tagesgeld-Hopping“?

Das Wechseln von einer Bank zum nächsten Tagesgeld-Anbieter, um die jeweils besten Tagesgeldzinssätze zu vereinnahmen, wird „Tagesgeld-Hopping“ genannt. Zwar geht ein solcher Kontowechsel gewöhnlich recht schnell und technisch einfach vonstatten, doch sollten Tagesgeldinhaber bedenken, dass der Kontowechsel stets mit einem gewissen Zeitaufwand z. B. für die bei einer Kontoeröffnung erforderliche Legitimationsprüfung verbunden ist.

Zudem entsteht beim Online-Transfer eines Anlagebetrages zu einer anderen Bank regelmäßig ein Zinsverlust von einem Arbeitstag. Wird die Überweisung an einem Freitag vorgenommen, so gehen bis zur Gutschrift am folgenden Montag also drei Zinstage verloren. Bei beleghafter Überweisung verzögert sich der Zahlungsverkehrsvorgang gewöhnlich um einen weiteren zinslosen Arbeitstag.

„Tagesgeld-Hopping“ lohnt sich demnach nur, wenn der Zinsvorteil, den ein neues Tagesgeldkonto bietet, so groß ist, dass während der voraussichtlichen Anlagedauer auf dem neuen Tagesgeldkonto die zinslosen Tage, die wegen des Kontowechsels anfallen, und der Mehraufwand anlässlich der Einrichtung eines neuen Tagesgeldkontos überkompensiert werden.

Unterkonten für verschiedene Sparzwecke

Manche Tagesgeldanbieter ermöglichen die Einrichtung von Unterkonten, die für verschiedene Sparzwecke genutzt werden können.

Einlagensicherung

Zur Einlagensicherung gehören alle Maßnahmen, mit denen Einlagenkunden bei der Insolvenz ihrer Bank vor dem Verlust von Guthaben geschützt werden. Neben der gesetzlichen Einlagensicherung haben die verschiedenen Bankenverbände weitere Sicherungseinrichtungen geschaffen.

Gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland

Nach dem „Anlegerentschädigungsgesetz“ sind Kundeneinlagen in Höhe von 100.000 Euro pro Kunde und Kreditinstitut geschützt. Unter die gesicherten Kundeneinlagen fallen insbesondere Sichteinlagen (zu denen auch die Tagesgelder gehören), Spareinlagen und Termineinlagen.

  • Bei Gemeinschaftskonten z. B. von Ehepartnern erhöht sich daher die Entschädigungssumme auf 200.000 Euro je Bank.
  • Führt ein Kunde Tagesgeldkonten bei mehreren Banken, so verfügt er über einen Entschädigungsanspruch über 100.000 Euro für jedes dieser Konten. Voraussetzung ist allerdings, dass die Konten nicht innerhalb eines Konzerns (beispielsweise bei der Konzernmutter und Tochtergesellschaften), sondern bei voneinander unabhängigen Instituten (z. B. Privatbank, Genossenschaftsbank und Sparkasse) geführt werden.

Gesetzliche Einlagensicherung im Ausland

  • Alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verfügen über nationale Einlagensicherungs-Systeme, die einheitlich den Schutz von 100.000 Euro je Kunde und Bank vorsehen. Abweichend hiervon gilt in Großbritannien eine Einlagensicherungsgrenze von 75.000 britischen Pfund (dem Gegenwert von etwa 100.000 Euro).
  • In der Schweiz reicht der Einlagenschutz bis zu 100.000 Schweizer Franken, in Norwegen bis zu 2.000.000 norwegische Kronen (etwa 230.000 Euro) und in Island bis zu 20.887 Euro.
  • In den USA und Kanada werden Guthaben bis 250.000 US-Dollar bzw. 100.000 kanadische Dollar geschützt.

Die Bonität eines Kreditinstituts

Sparer sollten sich bewusst sein, dass höhere Zinsversprechen in aller Regel mit höheren Risiken verbunden sind. Daher sollte der Anleger (unabhängig von der Art und der Höhe der Einlagensicherung) bei seiner Anlageentscheidung stets auch die Bonität der Bank prüfen, bei der ein Tagesgeldkonto führen möchte.

Wird nämlich eine Bank insolvent, so erfolgt die Auszahlung durch die Sicherungseinrichtung gewöhnlich erst mit einiger Verzögerung. So regelt § 5 Anlegerentschädigungsgesetz (AnlEntG), dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zunächst den „Entschädigungsfall“ feststellen muss. Die Feststellung des Entschädigungsfalls setzt voraus, dass eine der folgenden Maßnahmen gegen das Kreditinstitut angeordnet wurde und diese „länger als sechs Wochen“ andauert:

  • Veräußerung und Zahlungsverbot,
  • Schließung für den Kundenverkehr oder
  • Verbot der Entgegennahme von Zahlungen, die für Kundenkonten bestimmt sind.

Die BaFin informiert die jeweilige Entschädigungseinrichtung über die Feststellung des Entschädigungsfalls. Die in Zahlungsschwierigkeiten geratene Bank muss daraufhin alle für die Gläubiger-Entschädigung maßgeblichen Unterlagen „spätestens … innerhalb einer Woche“ an die Entschädigungseinrichtung übermitteln, die nun die Anspruchsberechtigung der Einlagenkunden überprüft. Die Entschädigungszahlung erfolgt „spätestens drei Monate“ nach Feststellung der Anspruchsberechtigung der Einlagenkunden.

Bei einer Bankinsolvenz kann der Inhaber des Tagesgeldkontos also nicht sofort über sein Tagesgeldguthaben verfügen. Bis zur Entschädigungszahlung kann vielmehr ein Zeitraum von mehreren Monaten verstreichen.

Sind Kombiprodukte für Sparer geeignet?

Vor allem Direktbanken bieten Zusatzangebote wie beispielsweise ein kostenloses Girokonto (oder ein Verrechnungskonto) einschließlich von Kreditkarten an. Wer ein solches Tagesgeld-Kombiangebot annimmt und keine Bankberatung benötigt, der profitiert über die Tagesgeldzinsen hinaus von den Vorteilen eines kostenfreien und vollwertigen Zahlungsverkehrskontos.

Beispiel:
Das DKB-Cash-Konto ist als Girokonto konzipiert, zu dem eine kostenlose DKB-VISA-Card gehört. Auf der VISA-Card verbuchte Einlagen in Höhe von bis zu 300.000 Euro werden zu 0,7 Prozent p. a., darüber hinausgehende Guthaben mit 0,3 Prozent p. a. variabel verzinst. Guthaben auf dem Girokonto erhalten hingegen nur eine Verzinsung von 0,1 Prozent p. a.. (Stand 1.10.2015)

Kontoführung und Zugangsverfahren zum Onlinebanking

Die Kontoinhaber können bei den meisten Filialbanken und bei allen Direktbanken online über ihr Tagesgeldkonto verfügen. Räumlich und zeitlich unabhängig wird die Kontoführung (einschließlich von Ein- und Auszahlungen) bequem vom heimischen PC aus oder mit einem Smartphone getätigt. Der Kunde erhält nach Eingabe der persönlichen PIN-Nummer Zugang zu seinem Tagesgeldkonto. Für die Sicherheit jeder Transaktion sorgen verschiedene TAN-Verfahren. Jede der Transaktionsnummern kann nur einmal verwendet werden.

Fazit

  • Wer eher kurzfristige Sparziele verfolgt, der wird bei der Auswahl des Tagesgeldkontos vorrangig auf den aktuell höchsten Zinssatz achten.
  • Wer langfristige Planungssicherheit wünscht, der bevorzugt ein Tagesgeld mit einem Festzinssatz, achtet aber auch auf die Intervalle der Zinsgutschriften. Der aktuelle variable Zinssatz ist für diese Kunden von geringerer Bedeutung.
  • Kunden, die ein Kombiprodukt nutzen möchten, werden bei ihrer Entscheidung nicht nur den Tagesgeldzinssatz, sondern auch den geldwerten Vorteil eines kostenlosen Girokontos berücksichtigen.

 

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